Wie ich Willy Schneider Fan  wurde:

1938 in Köln geboren, war ich unbewusst  schon von frühester Jugend an ein Fan von Willy Schneider und seinen Melodien.

Wieso?  Ganz einfach  !

Die Lieblingslieder meiner Mutter waren “Das Schwalbenlied” , “Alle Tage ist kein Sonntag” , “Mamatschi” , “Heimat deine Sterne” usw,usw.

Da meine Mutter eine sehr gute Stimme hatte, bat ich sie immer wieder mir diese Lieder vorzusingen. Auch als ich älter war, lauschte ich ganz andächtig wenn sie diese Melodien sang oder summte.

Als ich in Remagen meine erste Arbeitsstelle in der Gastronomie annahm, begleiteten mich Lieder wie “Warum ist es am Rhein so schön” oder “Ich hab` den Vater Rhein in seinem Bett geseh`n” täglich. Natürlich auch alle Rhein- und Weinlieder die Willy Schneider sonst noch gesungen hat.

Unsere Unterhaltungs- und Tanzkapelle spielte diese Lieder und in deren Pausen erklangen die gleichen Lieder aus dem Radio, von einem Tonband oder einer Schallplatte.

1959 zog ich mit der ganzen Familie wieder zurück in unser ach so geliebtes Köln.

Als wir uns 1960 unser erstes Fernsehgerät gekauft hatten, sah ich Willy Schneider zum ersten Mal bewusst und in voller Größe.

Ich saß völlig hingerissen vor dem Gerät. So wie dieser Mann aussah, sein ganzes Auftreten, seine Bescheidenheit und Wärme die er ausstrahlte, ja, so hatte ich mir immer meinen Vater gewünscht.

In den nächsten Jahren war ich dann beruflich und privat sehr angespannt. Für einen Konzertbesuch oder andere Vergnügungen hatte ich einfach keine Zeit.

In den Jahren 1971 bis 1975 kaufte ich mir dann die ersten 2 Langspielplatten von meinem Idol Willy Schneider. Es kam mir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht in den Sinn gleich Schallplatten zu sammeln.

1991 nahm ich den ersten Anlauf, alte Tonträger von Willy Schneider zu sammeln. Ich musste feststellen, dass dies gar nicht so einfach war. Auf Anzeigen und Nachfragen im Bekanntenkreis, hatte ich so gut wie keinen Erfolg.

Die Gedanken, mehr über Willy Schneider und sein Schaffen zu erfahren, liessen mich nicht mehr los. Ich versuchte auf allen möglichen Wegen etwas über ihn in Erfahrung zu bringen.

Von einem älteren Herrn erwarb ich einige Zeitungsartikel und bekam einige Fotos.  Kopien und Originale von Zeitungsausschnitten, erhielt ich von lieben Menschen geschenkt.

Über Suchanzeigen und Nachforschungen in Antiquariaten, bei Weggefährten Willy Schneiders usw., fand ich allmählich Langspielplatten, Singels und alte Rundfunk-Inerviews.

Je mehr ich hatte, desto mehr suchte ich nach weiteren Unterlagen.

Auch heute noch !

In den letzten Jahren habe ich versucht, mich für ein Denkmal stark zu machen, bin aber kläglich gescheitert. Ich wusste gar nicht, wie viele Bestimmungen und Gesetze zu beachten sind, wenn man so etwas plant. Auch war ich mir über die finanziellen Größen nicht im Klaren. Schweren Herzens habe ich diesen Plan unter “unerfüllte Träume” abgelegt.

Nun freue ich mich zunächst einmal über diese HomePage für diesen großartigen Menschen.

Ich kann nur Danke sagen für viele tolle Lieder und Seelentröster.

 

Inge Koch.